Donnerstag, 19. November 2015

Die friedliche Mehrheit ist irrelevant

Ein Mann, dessen Familie dem deutschen Adel bis zum Zweiten Weltkrieg angehörte, die im Besitz einer Reihe von großen Unternehmen und Immobilien war,beantwortete die Frage, wie viele Menschen im deutsche Volk Nazis waren, mit einer bemerkenswerten Antwort, die uns unsere Haltung gegenüber Fanatismus überdenken lassen sollte:
“Sehr wenige Menschen waren wirkliche Nazis”,sagte er, “aber viele genossen die Rückkehr des deutschen Stolzes, und viele andere waren zu beschäftigt mit sich selbst, um sich um die Konsequenzen der “Machtübernahme” zu kümmern.
Ich war einer von denen, dachte die Nazis waren ein Haufen von Narren. Die meisten lehnten sich zurück und liessen es geschehen.Dann, bevor wir uns versahen, gehörten wir ihnen, wir hatten die Kontrolle verloren, und das Ende der Welt war gekommen.Meine Familie hatte alles verloren. Ich landete in einem Konzentrationslager und die Alliierten zerstört meine Fabriken.”

Wir hören immer wieder von “Experten” und “Talking Heads”, dass der Islam die Religion des Friedens ist und dass die große Mehrheit der Muslime einfach nur in Frieden leben will.Obwohl der letzte Teil dieser Aussage durchaus wahr sein mag, insgesamt ist sie irrelevant!Propaganda, die ablenken soll vom Gespenst des weltweiten Terrors im Namen des Islam.

Tatsache ist, dass die Fanatiker heute den Islam bestimmen:
es sind die Fanatiker, die auf dem weltweiten Vormarsch sind
es sind die Fanatiker, die für 50 Kriege weltweit verantwortlich sind
es sind die Fanatiker, die systematisch die Terrorisierung von Christen und Juden im Nahen Osten betreiben (und nicht nur dort)
es sind die Fanatiker, die Bomben legen, Gegner enthaupten, morden um der “Ehre” willen
es sind die Fanatiker, die die Gebetsräume der Moscheen nach und nach übernehmen
es sind die Fanatiker, die eifrig Steinigung und Hinrichtung im Namen der Scharia verbreiten
es sind die Fanatiker, die ihre Kinder das Töten lehren und zu Selbstmordattentätern im Namen des Koran erziehen.

Unwiederlegbare Tatsache ist, dass die friedliche Mehrheit, die “schweigende Mehrheit”, eingeschüchtert ist und abgestumpft
Die Bevölkerung im kommunistischen Russland wollte auch nur in Frieden leben, jedoch waren die russischen Kommunisten verantwortlich für die Ermordung von etwa 20 Millionen Mitbewohnern.

Chinas riesige Bevölkerung war friedlich, aber chinesischen Kommunisten töteten die unglaubliche Menge von 70 Millionen Menschen.

Die friedliche Mehrheit war irrelevant!

Der durchschnittliche Japaner war vor dem Zweiten Weltkrieg kein Sadist und Kriegstreiber,und doch bahnte sich Japan seinen Weg durch Südostasien in einer Orgie des Tötens, die systematische Ermordung von 12 Millionen chinesische Zivilisten eingeschlossen, die meisten mit dem Schwert oder Bajonett getötet.

Und wer kann Ruanda vergessen, das zu einem Schlachthaus wurde?Könnte man nicht sagen, dass die Mehrheit der Ruander “friedliebend” war?

Geschichtsunterricht ist oft unglaublich einfach, aber trotz unserer Vernunft negieren wir oft die einfachsten und unkompliziertesten Punkte:

Die Meinung friedliebender Muslime wird irrelevant durch ihr Schweigen friedliebende Muslime werden unser Feinde werden, eines Tages werden sie aufwachen und feststellen, dass die Fanatiker sie korrumpiert haben, und dass das Ende ihrer Welt begonnen hat.

Friedliebende Deutsche, Japaner, Chinesen, Russen, Ruander, Serben, Afghanen, Iraker, Palästinenser, Somalier, Nigerianer, Algerier und viele Andere starben, weil die Mehrheit nicht sprechen wollte, bis es zu spät war.

Wir, die wir alle gesehen haben, wie sich solche Katastrophen entwickelten, müssen die Aufmerksamkeit auf die Gruppe der Fanatiker richten, die unsere Art zu leben bedrohen!

Wehret den Anfängen!(Im Netz gefunden, es war glaube ich: Heise Forum) und in Gregor Grenzels Notizen --

Sonntag, 3. Mai 2015

Der Traum vom Frieden auf Erden ist ausgeträumt

Der Traum vom Frieden auf Erden ist ausgeträumt

Diesen Titel wählte Michael Stürmer für seinen Kommentar in der Welt vom 02.05.2015 aus und er tat dies zurecht! 
Irgendwie glaubten wir alle, dass man einen Frieden automatisch bekommt. Dafür braucht man nichts zu tun, denn Frieden ist logisch und vernünftig und alle wollen Frieden. Pustekuchen! 

Dabei gab es Warnzeichen zuhauf, die wir alle ignorierten, weil wir glaubten das wir nicht betroffen sind. Wenn ich mir heute die Claqueure der bigotten moslemischen Lehrerin, die das Recht erzwang, im Unterricht ein Kopftuch tragen zu dürfen, so ansehe dann kommt bei mir die Frage auf, warum ich von denen während des zweiten Tschetschenienkrieges nichts hörte. Dort marodierten Putins Schergen grausam und bestialisch. Als in Grosny ganze Straßenzüge mit Moslems ausradiert wurden, juckte dies hier keinen sonderlich. So viel zu den lauteren Motiven unserer selbstgerechten Fraktion der MenschenrechtlerInnen. 
Da wurde auch nicht kritisiert, dass Putin einen skrupellosen Schwerverbrecher als Statthalter installierte. Gut, das kleine Arschloch von nebenan grinste leicht dreckig, wenn Schröders "lupenreiner Demokrat" zitiert wurde. Das war es dann aber auch.

Als es Anfing, dass in Russland Oppositionelle liquidiert wurden, interessierte das hier niemanden, erst als es die Journalistin Anna Politkowskaja wie ein Karnickel abgeschossen wurde, regte sich ein leiser Protest innerhalb der gesamtdeutschen Bourgeoisie aber nicht viel, genüsslich mampfte der Michel weiterhin seine Bananen. 
Erstmals mit Chodorkowski registrierte die breite Masse, dass Russland doch nicht so eine hundertprozentige Demokratie war. Das Thema war allerdings gegessen, als die nächste Sau durchs Dorf gejagt wurde. 

Das eine friedliche und gute Nachbarschaft zu Russland doch keinen Automatismus unterliegt, zeigte sich in München 2007, dort hielt Putin eine Rede, in der bereits erkennbar war, dass für Putin das "alte Denken" doch noch nicht so alt ist. 
Wollten früher andere Staaten nicht am deutschen Wesen genesen, zeigte sich nun, dass die feuchten Friedensträume der Deutschen nicht nur Freunde haben. 

Putins Rede 2007

Als dann der der Trouble mit Pussy Riot losging, bekam hier die Diskussion schon einen sehr unappetitlichen Touch. Man echauffierte sich nicht darüber, dass drei junge Frauen, darunter mindestens eine Mutter eines Kleinkindes, für zwei Jahre in ein Straflager, wegen Pipifax, gehen musste, sondern man stellte die wichtige Frage, welche Strafe die drei wohl in Deutschland bekommen hätten. Dies zum Teil in einer abstrakten Form, dass man meinen konnte, dass hier ebenfalls eine Gefängnisstrafe fällig wird, wenn man in einer Kirche tanzt. 
Deutsche postmoderne Politik-Trolle in Vollendung! 

Das sich dabei unser größter und wichtigster Nachbar immer weiter von der Demokratie und den Menschenrechten entfernte, wurde geflissentlich übersehen. Damit wollte man sich erst gar nicht groß belasten.

Als Putin die Krim okkupierte, gafften die einen überrascht und andere freuten sich mit Putin. Das gleiche Szenario beim Einmarsch in die Ukraine. Die Polen und Letten sehen dies anders, vielleicht deshalb, weil sie so viel dümmer sind, als wir Deutschen? 
Die fordern eine Aufrüstung der NATO und wir eher eine Abrüstung und ja nichts tun, was den Putin ärgern könnte. 
Das mit der Appeasement-Politik schenke ich mir mal, sondern verweise nur auf den "Jetzt-Zustand"!

Eine Zusammenarbeit innerhalb der NATO-Gremien findet nicht mehr statt.
Russland und der Westen sanktionieren sich gegenseitig.
Die G8 wurde auf G7 reduziert.
Von einer gemeinsamen Nahost-Politik ist man meilenweit entfernt

In den Lufträumen vor Nordamerika und Europa gibt es immer häufiger Provokationen russischer Militärjets.
Russland droht Dänemark indirekt mit Krieg
Deutschland aktiviert seine eingemotteten Panzer
Finnland schreibt 900.000 Reservisten an und betont, dass dies nichts mit Russland zu tun hat. 
Die USA fordern ihre europäischen NATO-Partner massiv auf, ihre Rüstung zu erhöhen. 

Über Putins sonstige Eskapaden darf man auch einmal laut nachdenken. Wie kann es eigentlich sein, dass Putin die antieuropäische, faschistoide LePen-Partei unterstützt, beste Kontakte zu AfD hält und keiner kritisiert das? Warum sagt keiner Putin, dass sich ein solches Verhalten nicht mit einer guten Nachbarschaft verträgt? 



Quellen:
Der Spiegel
Die WELT

Montag, 13. April 2015

Günter Grass, der Versuch eines Nachrufs!

Günter Grass habe ich (mit einer kleinen Ausnahme) noch nie gemocht, für mich war er immer ein Oberjakobiner und Wichtigtuer.

Erstmals hörte ich von Grass als ich 11 oder 12 Jahre alt war. Ein Onkel von mir bekam regelrechten Schaum vorm Mund, wenn Grass erwähnt wurde. Auf einer Wahlkampfrede für Willy Brandt schrie Grass das Publikum an "ihr seid der Bildungsnotstand", nachdem vereinzelt Buhrufe aufkamen. Mich amüsierte es immer und meine Sympathien waren damals eindeutig bei Grass. Alleine schon wegen meines Onkels. 

Mit 19, ich kam gerade zum Barras, las ich die Blechtrommel und war begeistert aber nicht so stark, dass ich nachhaltig so davon berührt war, wie es bei der verlorenen Ehre der Katharina Blum, von Heinrich Böll,  der Fall war. Trotzdem, die Blechtrommel ist feine deutsche Nachkriegsliteratur, da gibt es nicht das Geringste zu meckern. 


Als Jahre später Volker Schlöndorff die Blechtrommel verfilmte kam in mir wieder eine Begeisterung für Grass auf und ich kaufte mit den Butt. Den nahm ich mir in den Urlaub mit und war nach kurzer Zeit des lesens bitter enttäuscht, langatmig und alles andere als interessant empfand ich das Buch. Bis zum Schluss habe ich mich regelrecht durchgekämpft und war heilfroh, als ich mit dem Roman fertig war. Damals hatte ich fast ein schlechtes Gewissen gegenüber Dürrenmatt, über den ich kurz vorher noch meckerte, das er ellenlang die Kleidung einer seiner Romanfiguren beschrieb. Was für ein Frevel! 
Trotzdem kaufte ich mir dann noch die Rättin, Ein weites Feld. Beide Bücher habe ich nicht zu Ende gelesen, stellte sie aber ganz am Anfang ins Regal, damit jeder Besucher sieht, welch tolle Bücher ich doch lese. Einer Nachbarin fielen diese Grass-Bücher auf und sie schenkte mir dann noch die Erinnerungen "Beim Häuten der Zwiebel". Nach ein paar Seiten wusste ich, warum sie es mir schenkte. 
Grass zehrte sein Leben lang von seiner Blechtrommel, ohne die, wäre sein restliches Werk unverkäuflich vermodert. In Deutschland gehört Grass sicher zu den meist überschätzten Schriftstellern und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. 

Wenn Grass nicht schrieb, dann erklärte er sich gerne zur moralischen Instanz dieser Republik und spielte dabei zum Teil einen erbärmlichen Part.
Zwischendurch wanderte er nach Indien aus, er wollte mit Deutschland nichts mehr zu tun haben und die DDR, der er eigentlich kritisch gegenüberstand, empfand er als gerechte Buße für die Vergangenheit. 

Als er dann seine Mitgliedschaft in der Waffen SS mitteilte, entlarfte er sich vollends als politischer Pharisäer!
Ausgerechnet er, der das Mitläufertum geißelte, wie kein Zweiter, verschwieg seine Mitgliedschaft in der Waffen SS!
Wobei die Mitgliedschaft als solches weniger kritisiert wird, wohl aber das jahrzehntelange Verschweigen.

In den letzten Jahren ist es um ihm etwas ruhiger geworden, wohl zu ruhig. 
Wer in Deutschland in den medialen Fokus kommen will, der redet/schreibt entweder über Hitler oder Israel (wobei das Wort Jude tunlichst vermieden wird). Diese beiden Themen garantieren Aufmerksamkeit und Bimbes und so ist Grass, vermutlich in einem nicht mehr ganz dichten Zustand, auf die Idee eines Gedichts gekommen. 
Dabei schaffte er, mit letzter Tinte, das Kunststück, dass sowohl die Lyrik, als auch der Inhalt des Gedichtes sich lediglich zum Fremdschämen eignet. 

Was wird von Grass bleiben?
Nicht viel, in den Hochschulen steht er sehr selten auf den Stundenplan, der Verlag und die Erben werden wohl versuchen, nochmals den ein oder anderen Euro zu ergattern und gelegentlich wird ein Politiker in einer Rede mit seinem Namen und Nobelpreis angeben und das war es dann auch.

Die alltäglichen Misshandlungen philippinischer Arbeitskräfte in den arabischen Ländern




Die philippinische Sklavin Abby Luna hat noch einmal Glück gehabt. Das Video hat wahrscheinlich ihr Leben gerettet.
In den arabischen Ländern ist moderne Sklavenhaltung eher Alltag, statt Ausnahme!
Die Gesetze dieser islamischen Horrorstaaten sind durch die Bank so ausgestattet, dass es den Sklaven nicht möglich ist, sich gegen ihre bestialischen Arbeitgebern zu wehren. Den Sklaven wird der Pass abgenommen, ausreisen dürfen sie erst dann, wenn es der jeweilige Arbeitgeber gestattet. 

Auch im Fall von Abby Luna war dies der Fall! 

Die Sueddeutsche (13. April 2015) schreibt dazu:

Ihr Chef habe die Vorwürfe gegen seinen Sohn nicht geglaubt. Stattdessen habe er darauf bestanden, dass sie ihren noch zwei Monate laufenden Vertrag erfülle und im Falle einer Schwangerschaft eine Abtreibung vornehme, sagt Luna.

Wenn in ein paar Jahren in Katar die Fußball-WM ist, werden die Wichtigen dieser Welt in Hotels untergebracht werden und in Stadien gehen, die Sklaven erbaut haben. Unter den niederträchtigsten Umständen, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann.

Man wird die dreckigsten Hände der obersten Sklaventreiber schütteln und den schäbigsten Dreckgestalten versichern, wie toll doch die Spiele sind. 

Die Menschenrechte sind das Papier nicht mehr wert, auf die sie geschrieben sind, keinen der Sonntagsredner juckt es, dass hier gegen alle Menschenrechtskonventionen verstoßen wird. 

Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere, sagte einst Artur Schopenhauer, den ich immer mehr verstehe. 


Quelle

Donnerstag, 2. April 2015

Mehr Leid geht nicht – wie Jürgen Todenhöfer


Wenn es in den letzten Tagen erbauliches gab, was ich so las, dann war es dieser herrliche Artikel von Leo Fischer in der taz vom 2/4/2015
Wort für Wort einfach nur ein Traum!

Das für mich Jürgen Todenhöfer eher ein verwirrter Geist ist, wissen alle, die mich kennen.
Bei Fischers taz-Persiflage sah ich meine eigenen Worte, teilweise formulierte Fischer sie noch drastischer. 
Eigentlich ist es mehr als ein Artikel, es ist ein Werk der Aufklärung!

Gewiss wird Fischer Grenzdebile sowie anerkannte Israelkritiker nicht erreichen, aber andere, viele andere, der Satire-Artikel verbreitet sich im Netz mit atemberaubender Geschwindigkeit. 
Auch wenn dies nur eine Persiflage ist, zeigt sie doch, dass der Hodentöter (Cahit Kaya) selbst in der linken Szenerie nervt. Manche seiner Lügengeschichten waren einfach zu plump. 
Und es ist eine bitterböse Satire über Jürgen Todenhöfer, der friedensbewegte IS-Publizist, deren Kern die Wahrheit ist.
Fischers Idee, Todenhöfer auf eine fiktive Osloreise wegen des Friedensnobelpreis zu schicken, ist einfach genial.

Todenhöfers Rede würden sicher viele Friedensbewegte im selben Stil abhalten:

„Liebe Freunde, 1984 bin ich nach Swasiland gereist, 1985 nach Oman, 1986 nach Aerobien. Ich habe mit den Machthabern gesprochen, obwohl das von der damaligen und derzeitigen Bundesregierung und den sogenannten United States of America nicht erwünscht war. Heute spricht keiner mehr von diesen Krisenherden. Als ich gestern erfahren habe, dass ich Friedensweltmeister werden sollte, flog ich erst einmal nach Nairobi, sprach mit den Kindern dort, um sie um Rat zu fragen. Wir haben viel zusammen geweint, doch dann beschlossen die Kinder, dass ich den Preis schweren Herzens annehmen sollte. Auch, um damit Obama zu kritisieren.“

Da müssen doch die Herzen aller linksliberalen Gutmenschen aufgehen. Hach - was für ein guter Mensch ich doch bin. 

Mit Schaudern dachte er an seine Erzrivalen, Konstantin Wecker und Margot Käßmann.

(...)In Sachen Trauer machte ihm keiner was vor, schon gar nicht so eine evangelische Schnapsdrossel.


Hier hätte ich den Jürgen recht gegeben, es geht tatsächlich noch tiefer. 
Fischer spricht jedoch auch Wahrheiten an.

Nein, selbstverständlich würde er das Geld sofort an einen gemeinnützigen Verein spenden. Zum Beispiel an eine Stiftung. Da gab’s zum Beispiel die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung, die Stiftung Sternenstaub, die Petra-Todenhöfer-Stiftung, die Totti-Todenhöfer-Stiftung oder die Hubert-Burda-Todesstiftung. Alle voll gemeinnützig! Mit deren Geld wurden bekannte Menschensrechtsaktivisten durch die Gegend geflogen. Also genauer gesagt er, Jürgen Todenhöfer.

Das ist der Wahrheitskern. 

Den gesamten Artikel findet man hier

Mittwoch, 18. März 2015

Nein, diese Israelis!

Nein, diese Israelis!


Die Israelis haben ein neues Parlament gewählt. Und sie haben es doch tatsächlich gewagt, sich an der Urne nicht so zu verhalten, wie die deutschen Medien es gerne gehabt hätten. »Bloß nicht wieder Netanjahu«, hatte ihnen beispielsweise Spiegel Online vor der Wahl zugerufen, was weniger ein Wunsch als vielmehr eine Belehrung war. Und was tun die frechen Israelis? Widersetzen sich einfach! Trotzen allen Prognosen! Verweigern den Gehorsam! Dabei ist es mit dem jüdischen Staat doch so: Er darf schon irgendwie existieren, da ist man wirklich großzügig und tolerant. Aber er soll sich nicht wehren, wenn er angegriffen wird. Er soll denjenigen, die ihn am liebsten von der Landkarte tilgen würden, so schnell wie möglich einen eigenen Staat geben. Und seine Bürger sollen auf dem Wahlzettel gefälligst keine Parteien ankreuzen, die – eine Nummer kleiner hat man es einfach nicht – der »Todesstoß für den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern« wären, wie die taz es exemplarisch formuliert hat.
Halten sich die israelischen Wähler nicht an diese ungebetenen Ratschläge, ist der deutsche Blätterwald stinksauer. Wenn Benjamin Netanjahu – der aller Voraussicht nach Premierminister des Landes bleiben wird – halte, was er verspreche, mache das »einen palästinensischen Staat unmöglich«, zürnt etwa Zeit Online. Und schickt gleich eine als Forderung getarnte Warnung hinterher: »Das darf die internationale Staatengemeinschaft Netanjahu nicht mehr durchgehen lassen.« Denn die »völkerrechtswidrige Besatzung der Palästinensergebiete« müsse »ein Ende haben«, und das gehe »nur mit Druck von außen«. Netanjahu habe »allein auf Angst gesetzt – auf die Angst vor der iranischen Bombe, vor den Islamisten und vor einem künftigen Palästinenserstaat«, findet die Süddeutsche Zeitung. Sein Wahlerfolg sei deshalb ein »Sieg der Panik«, glaubt man bei Spiegel Online.
Vielleicht hatten die Israelis aber einfach ziemlich gute Gründe, nicht auf die in deutschen Redaktionsstuben verfassten Empfehlungen zu hören. Der vollständige Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 hat ihnen weder Sicherheit noch Frieden, sondern vielmehr einen permanenten Raketenhagel seitens der Hamas sowie diverse Kriege eingebracht. Die palästinensische Führung hat sämtliche Friedenspläne abgelehnt, darunter die äußerst weitgehenden von Ehud Barak (2000/2001) und Ehud Olmert (2008). Inzwischen betreibt Mahmud Abbas, der längst über keinerlei demokratische Legitimation mehr verfügt, die Anerkennung eines Staates Palästina an Israel vorbei in der Uno und internationalen Gremien – ein klarer Bruch der Osloer Abkommen. Die antisemitische Hisbollah im Libanon, der grauenvolle Bürgerkrieg in Syrien, der Vormarsch des IS und die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm tun ein Übriges, um die »Angst«, über die man in Deutschland den Kopf schüttelt, jedenfalls nicht abwegig erscheinen zu lassen.
Mag schon sein, dass Netanjahus voraussichtliche Wiederwahl die internationale Isolation Israels – die man in deutschen Medien weniger befürchtet als vielmehr für eine gerechte Strafe hält – verstärkt. Nur ist das mitnichten automatisch ein richtiges Argument gegen die israelische Außenpolitik – sondern ein Zeichen dafür, dass der jüdische Staat in einer existenziellen Situation allein gelassen wird. Worüber sollte er auch mit denjenigen verhandeln, die ihm den Garaus machen wollen? Über die Modalitäten des eigenen Untergangs? Und weshalb sollte er ausgerechnet auf die Warnungen aus Europa hören, wo man – wie sich in Toulouse, Brüssel, Paris, Kopenhagen und andernorts zuletzt wieder einmal gezeigt hat – nicht einmal die eigene jüdische Bevölkerung zu schützen imstande ist?
Abschließend noch ein Wort an die »Apartheid«-Schreihälse unter den »Israelkritikern«: Nirgendwo im Nahen Osten haben Araber mehr demokratische Rechte als in Israel. Das arabische Listenbündnis ist nun sogar die drittstärkste Kraft in der Knesset, dem israelischen Parlament. Wäre in irgendeinem arabischen – oder in einem zukünftigen palästinensischen – Staat eine jüdische Partei auch nur denkbar? Ganz gewiss nicht.
Zuerst veröffentlicht auf Fisch + Fleisch.

Donnerstag, 15. Januar 2015

365'444 Likes dafür, weil er Juden vergasen will

Da schreibt in Facebook einer, dass man die Juden vergasen soll, bekommt dafür sage und schreibe 365'444 Likes und nix passiert! Was passiert eigentlich derzeit in Deutschland? Wie ist das möglich? Wurde von den Demonstranten schon einer angeklagt, der "Juden ins Gas" skandierte?




Donnerstag, 25. Dezember 2014

Unsere evangelikalen Heuchler!

EKD-Chef: Heinrich Bedford-Strohm

"Wir müssen auch die IS-Kämpfer lieben"


Die evangelische Kirche war, ist und bleibt eine Mainstream-Kirche.

Im "Tausendjährigen Reich" bejubelten sie frenetisch den "lieben Adi", für Honecker denunzierten sie leidenschaftlich, bei den ihnen anvertrauten Kindern kannten sie keine Gnade und jetzt darf man vermuten, dass es innerhalb der evangelischen Kirche einen Wettbewerb gibt, den der- oder diejenige gewinnt, die/der am blödesten daherredet. 
Zuerst das unerträgliche Gewäsch von der Säuferin Käßmann und jetzt kommt seine Oberscheinheiligkeit, der neue EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm dazu.
Gegenüber der Rheinischen Post erklärte er:



Bedford-Strohm:

Jeder Mensch hat eine Würde. Jeder Mensch ist von Gott geschaffen nach seinem Bild. Deswegen gilt das Gebot der Feindesliebe tatsächlich kategorisch. Wenn ein IS-Kämpfer von einer Granate zerfetzt wird, dann ist das Anlass zur Trauer, weil ein Mensch gestorben ist.

Weiter sagt er:


Bedford-Strohm:

Ich kann als Christ keinen Menschen abschreiben. Die Konsequenz heißt: Natürlich ist es richtig, Menschen vor diesem Gewaltexzess zu schützen. Aber es muss immer das gewaltärmste Mittel gewählt werden. Am besten, indem wir verhindern, dass junge Leute überhaupt erst auf solche irrsinnigen Ideen kommen. Das heißt aber auch, dass wir die Tür für die Rückkehrer öffnen müssen, die erkannt haben, was sie falsch gemacht haben. Die müssen wir mit offenen Armen empfangen.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, wir sollen den IS-Abschaum mit offenen Armen empfangen.
Würde Mengele oder Barbie noch Leben, müssten wir diese ebenfalls mit offenen Armen empfangen. 
Über die Opfer des IS hat Bedford-Strohm selbstverständlich kein Wort verloren. Auch dies ist exakt der heutige Mainstream, die Moslems werden zu Opfern stilisiert und über die tatsächlichen Opfer wird kein einziges Wort verloren. 

Selbstverständlich kann Bedford-Strohm den IS-Abschaum mit offenen Armen empfangen, allerdings nicht in meinen Namen!

Quelle:
Rheinische Post

Samstag, 13. Dezember 2014

Meine Antwort auf "Die süße Diktatur des Nichts"

Grüß Gott Frau Barden,

Ihr Blog "Die süße Diktatur des Nichts" gefällt mir sehr gut und animierte mich, zu widersprechen. ;)
Womit ich aber Ihre Gedanken, Ihre Meinung nicht kritisieren will, ich sehe es teilweise halt anders, als Sie. 
Bei Ihrer Aufzählung ( Nichtssager, Nichtsdenker, Nichtaufsteher) fehlen mir die Nichteinmischer. Ansonsten haben Sie hier vollkommen Recht, bei mir im Forum werden Publizisten oft abgelehnt, weil sie "zu einseitig" sind. Ja keine Meinung, die irgendwo aneckt. Der postmoderne Mensch braucht eine Mainstream-Meinung und sonst nichts.
Sandra Kreisler hat zu diesem Thema extra ein Lied geschrieben:




Und ja, es ist schick geworden, nichts zu sagen, was Substanz hat. Belangloses Gewäsch ist heute angesagt, egal wo Sie hinkommen, immer das selbe Nullsummen-Spiel. 

Bestenfalls ist noch der Mainstream angesagt. Basierend auf den Irrglauben, dass man selber das edelste moralische Wesen ist, dass der liege Gott je geschaffen hat. An der tollen Moral der Deutschen soll die Welt genesen. Dabei ja nirgends einmischen.

 Da guckt man vom hohen moralischen Ross schon ungerührt zu, wie in Syrien 300.000 Menschen krepieren. Toll ist man trotzdem, hat man nicht unlängst Klein-Ernas abgetragenen Turnschuhe dem Asylantenheim gespendet?
Das sich die Gesellschaft, zum Nachteil, verändert, finde ich auch, allerdings nicht so deutlich, wie Sie. 

Das ist Deutschland anno 2014.

Das in der Wirtschaft nicht alles rund läuft, sieht man, die einfachen Leute leiden darunter am meisten, sogar kleine Beamte blicken sorgenvoll in die Zukunft.
Wie lange es der Euro und die EU noch machen, steht in den Sternen auch hier grassiert die Angst vor einem Gau, einem Super-Gau!

Mirna Funk schrieb kurz vor ihrer Auswanderung bemerkenswerte Zeilen über Deutschland und ihre Gesellschaft:
Warum ich in ein Land gehe, in dem es Krieg gibt und wöchentlich Anschläge, fragen mich die Menschen, und dann antworte ich ihnen, dass diese existenzielle Bedrohung eben auch Leben bedeutet. Das verstehen die Menschen überhaupt nicht, und dann versuche ich, es besser zu erklären. Ich sage dann, da, wo es noch so etwas wie Reibung gibt, ist Leben, weil Leben eben nicht glatt ist, sondern rau. Ich sage, dass Deutschland abgeschliffen wurde. Glatt gehobelt. Das Böse sollte weg, und dann hat man zusammen mit dem Bösen auch das andere, das Kantige, das Unangepasste, weggeschmirgelt. Jetzt bestimmen nur noch der Tatort und die Maut und das Opening eines Pop-up-Stores die tägliche Debatte in Deutschland.
Weiterlesen.... 

Sie Fragen:
 Frau Merkel, Herr Gauck? Was ist unter Ihrer Führung aus diesem Land geworden?

Diese Frage halte ich für falsch, schauen Sie mal, Gauck wird im kommenden März 3 Jahre im Amt sein, er kann keine Gesetze bestimmen, ja nicht einmal einreichen kann er welche. Er darf sie nur unterschreiben, wenn der Bundestag sie beschlossen hat. Wenn man es boshaft ausdrücken will, dann ist er der Grüß-Gott-August der Republik.

Merkel hatte mit der Subprime-Krise zu kämpfen, den zweiten Teil der Währungsunion, die Wirtschaftsunion hatten Gerhard Schröder, Chirac und Berlusconi "vergessen", die Griechenland- und Eurokrise waren die Folge. Seit geraumer Zeit macht der Herr Putin mächtig Ärger. 

Gerhard Schröder meinte einmal, dass es eigentlich nicht glaubhaft sei, wie wenig Macht ein deutscher Kanzler hat.

Die Kritik an den Friedensaufruf der 60 Gerechten besteht meiner Meinung zurecht. 
Da den Appell viele Persönlichkeiten unterzeichneten, bin ich immer noch am überlegen, warum und weshalb. 
Frau Barden, es herrscht doch schon längst Krieg in Europa, die rund 3'000 toten Soldaten sind doch real. 
Der Aufruf liest sich, als ob die Bundesregierung Auslöser der Ukrainekrise sei. Auch wenn man an Merkel kein gutes Haar lässt, sie (und ihr Außenminister) machten mir noch den besonnensten Eindruck aller Akteure der Krise. 
Wenn man dann in dem Aufruf noch lesen muss, dass Russland eine „anerkannte Gestaltungsmacht Europas“ sei, dann ist das schon beinahe eine politische Unverschämtheit. 
Sogar der taz platzte da der Kragen und schrieb süffisant: "Die Länder Osteuropas haben jahrzehntelang Russlands „Gestaltungsmacht“ erlebt." 

Nein man bevorzugt sicher keinen Aufruf zum Krieg, wenn man diesen Aufruf für falsch hält. 
Der Aufruf im Wortlaut

Zum Thema Russland habe ich heute einen interessanten Artikel von  in der Huffington Post gefunden, den ich für sehr lesenswert erachte.

Wie sich der Westen in Putins neuem Kalten Krieg verhalten soll

Ferner sprechen Sie die mangelhafte Aufarbeitung bei der NSA-Affäre an und darüber bin ich sicher genauso empört, wie Sie. Nur was hätten Sie denn an Alternativen anzubieten?
Sollen wir den Amis die Freundschaft kündigen? 
Wir werden diese Kröte schlucken müssen, anderseits ist es nichts Neues, dass wir abgehört werden. Vermutlich sogar von Staaten, die wir in unseren wildesten Träumen nicht auf dem Tableau haben. 

Bei der eher trostlosen Feier über den Mauerfall bin ich bei Ihnen, allerdings habe ich (als alter Kommunistenfresser) Biermanns Auftritt genossen. ;)

Das Deutschland bei der digitalen Technik vorsintflutlich zu nennen ist, ärgert mich auch maßlos. Alle schimpfen auf Google und selber haben wir keine Alternative, nicht im entferntesten!

Auch ich kam einmal in den Genuss, dass mir ein "Geheimtipp" gesagt wurde. Mein Opa, er wurde unter Hitler zweimal zum Tode verurteilt, einmal wegen Wilderei und einmal wegen Schwarzbrennerei (Obstschnaps) sagte zu mir, als ich zur Bundeswehr eingezogen wurde, Bua, beim Barras darfst nicht der Beste und nicht der Schlechteste sein. :)

Sehr geehrte Frau Barden, hoffentlich ist meine Widerrede nicht zu schroff ausgefallen, als kleine Aufmunterung empfehle ich Ihnen dieses Video, hoffentlich können Sie darüber genauso herzhaft lachen, wie ich.

Mit den allerbesten Grüßen
Ihr
Claus Brandstetter


PS: Einige Seiten von Ihrem Buch habe ich bereits gelesen und bin wirklich begeistert!


















Freitag, 12. Dezember 2014

Die süße Diktatur des Nichts

Gastbeitrag von 


Die süße Diktatur des Nichts


Neulich erreichte mich bei Facebook diese Nachricht: "Steh' auf! Sonst bin ich weg!Deine Demokratie." Ich habe sie gelöscht, wie die meisten Nachrichten. Aber im Kopf, da blieb etwas zurück. Ich dachte: Wo soll sie denn hin, die Demokratie, wenn ich nicht aufstehe? Vielleicht zu einem anderen, der auch nicht aufsteht?
Reihe ich mich damit bereits ein in die Herde 
der Nichtssager, Nichtsdenker, Nichtaufsteher?
Wann ist es eigentlich schick geworden in unserem Land, nichts zu sagen und möglichst auch nicht selbstständig zu denken? Als ich im Jahr 2000 von Hamburg nach London gezogen bin, habe ich eine offene Gesellschaft verlassen. Als ich vor ein paar Jahren zurückkam, fand ich eine gleichgültige, verrohte und emotional-apathische Gesellschaft vor.
In der Öffentlichkeit wirkt jeder bemüht, sich möglichst in geistiger und moralischer Gleichschaltung zu üben, aber, und das ist das Erschreckende daran, hinter verschlossenen Türen, wird anders gesprochen. Da sagt ein Arzt: "Alles fühlt sich merkwürdig falsch an. Aber sobald ich zu zweifeln beginne, lese ich am nächsten Tag in der Zeitung, wie gut es uns geht." Auf meine Frage an einen Vorstandsvorsitzenden, ob es der Wirtschaft so gut gehe, weil die Regierung so gute Arbeit macht, kam nur ein abfälliges: "Wir sind gut, obwohl die am Ruder sind. Die wissen doch überhaupt nicht, was sie tun."
Entwickelt sich hier eine Art Parallelgesellschaft: offiziell laufen alle im Gleichschritt und privat laufen alle über? War das nicht schon in der DDR so, Frau Merkel, Herr Gauck? Was ist unter Ihrer Führung aus diesem Land geworden?
• Was ist das für ein Deutschland, indem man für einen Aufruf zum Frieden und Dialog öffentlich angefeindet wird? Bevorzugen Sie einen Aufruf zum Krieg?
• Was ist das für ein Deutschland, indem, wie der Spiegel gerade geschrieben hat: "die würdezersetzende Totalüberwachung zum Nichtthema gemacht wird. Der NSA-Untersuchungsausschuss des Parlaments wird behindert, die Verstrickung von BND und Verfassungsschutz heruntergespielt, Konsequenzen werden nicht gezogen."(1)
• Was ist das für ein Deutschland, dass den Tag des Mauerfalls in einen Staatstrauertag mit Luftballons verwandelt und wie Max Uthoff es in der Anstaltausgedrückt hat, den "erbärmlichen Rest von einem Liedermacher" in den Bundestag einlädt? Haben Sie denn keinen Respekt vor der Geschichte?
• Was ist das für ein Deutschland, das uns im digitalen "Neuland" auf den letzten Platz in Europa abschiebt? Noch hinter Bulgarien und weit abgeschlagen hinter Russland.(2)
• Was ist das für ein Land, dass sich vor anderen Kulturen und Religionen fürchtet, und nicht müde wird, die Schwächeren an den Pranger zu stellen?
Ist da draußen jemand, der eine Antwort hat, irgendwo?
Kurz nach Eintritt in die deutsche Botschaft in London, wurde ich von einem diplomatischen Gittermappenbeweger zur Seite gezogen und musste mir ungefragt seinen Geheimtipp anhören: "Karriere machen Sie im Auswärtigen Amt nur, wenn Sie nicht auffallen. Was auch immer Sie tun, sehen Sie zu, dass Sie nicht auffallen."
Nicht aufzufallen ist eine Eigenschaft, die die Kanzlerin bis zur Perfektion beherrscht. Das ist das, was sie in der DDR lernen mußte, dass ist das, weshalb sie gut durchgekommen ist. Aber warum beeindruckt das Gesamtdeutschland? Warum wollen soviele Menschen Mitläufer und Nichtssager sein? Will denn niemand etwas bewegen, etwas verbessern? Was bleibt von uns, wenn wir nichts Gutes tun?
Sibylle Barden-Fürchtenicht ist Autorin des gerade erschienenen Buches "Triumph des Mutes - Wie wir unsere Angst besiegen und erfolgreich Krisen meistern"
Quellen/Referenzen
(1+2)

Zuerst erschienen bei: The Huffington Post am 11.12.2014

Montag, 8. Dezember 2014

Politik heute

Für die jetzigen Verwerfungen mache ich unsere schwachen Politiker, die wir seit Jahren in Europa haben, verantwortlich. Franz Josef Strauss hat mal gesagt, dass Everybody's Darling schnell everybody's Depp werden kann. Dies wird heute total ausgeklammert.

Mit fehlen Persönlichkeiten wie de Gaulle, Adenauer, Carlo Schmid und andere Politiker aus dieser Zeit. Heute haben wir größtenteils nur noch mainstreamgerecht, hingeschliffene, rückgratlose  Blablas! Schlimm ist es, dass sich diese Blablas gegen Realpolitiker nahezu in allen Parteien durchsetzen.

In den Talkshows können sie gscheit schwadronieren aber sonst nicht viel.
Sitzt mal jemand in den Talkshows, der was zu sagen hat, dann wird er sofort von dem ebenfalls zurecht geschliffenen Moderator unterbrochen. Nur nichts konkretes!

Für die EU-Schuldenkrise sind hauptsächlich Schröder, Chirac und Berlusconi verantwortlich. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, den 2. Teil  der Währungsunion, die Wirtschaftsunion  (siehe Vertrag von  Maastrich) mit Leben zu erfüllen. Statt hier die nötigen Schritte durchzusetzen, wurde nur Blabla-Politik betrieben. Verantwortliche Politik war den drei selbstverliebten Gockeln zu stressig.
Heute zahlen wir dafür. Für die drei Narzissten  ist immer noch Partytimeangesagt!

Seit einigen Jahren kommt es zu Rekorden bei den Steuereinnahmen, trotzdem wird uns eingebleut, dass noch mehr Steuereinnahmen nötig ist. Da verlangten die Grünen eine satte Steuererhöhung und in Bayern forderten die Bierzeltbewegten eine Maut. Sie ist noch gar nicht beschlossen, schon ist sich die Politik einig, dass diese in Bälde erhöht werden muss.

Sind wir alle verrückt geworden, ist Deutschland zu einem Irrenhaus verkommen?

Der arabische Frühling wurde von uns nicht als Chance gesehen, er wurde eigentlich, mit Ausnahme von Libyen, als ein Vorfall gesehen oder behandelt, als ob dieser in einer fremden Galaxys stattfand.

Unsere oberste Devise war die Nichteinmischung und ja nicht unsere Interessen dort zu vertreten.
Schließlich stehen wir, moralisch gesehen, ja gefühlte 150 Stockwerke über den Rest der Welt.

Stattdessen lauschten wir selbstgefällig unserer obersten moralischen Kompetenz, der scheinheiligen Frau Käßmann zu. Nichts ist gut in Afghanistan, geiferte die edelste Moralistin aller Zeiten und ergriffen pflichteten die Deutschen, die sich für gut und besonders anständig halten, bei.

Ja nicht einmischen, alles vergessen und so schnell wie möglich verzeihen, ist das heutige Credo der Deutschen.

In Ex-Jugoslawien hat man sich eingemischt und dort stehen seit 1999 Stabilisierungsstreitkräfte, der Erfolg kann sich sehen lassen.

Den Libyer haben wir Stabilisierungsstreitkräfte versagt. Heute dominieren dort diverse Islamisten-Gruppen. 

Als ich zu Beginn der Aufstände in Syrien ein ähnliches militärisches Eingreifen (Flugverbot und Blauhelmsoldaten) wie in Libyen forderte, wurde ich im Netz als Kriegsteiber beschimpft.
Heute, 300'000 Tote später sind Millionen Syrer auf der Flucht und über 200'000 Syrer werden zu uns kommen.

Waren wir Deutsche früher Weltmeister beim umbringen von Menschen, sind wir heute Weltmeister beim zugucken, wenn anderswo getötet wird.
Mit welch einer Nonchalance wir selbst bei den grausigsten Morden zugucken, sah man auch in Grosny, die Parole Gas statt Anstand war damals en Vogue und man lies Putin gewähren, wie er gerade Lust und Laune hatte, Gerd Schröder gab, mit seinen "lupenreinen Demokraten" praktisch Putin einen Persilschein für dessen Untaten in Tschetschenien.  Das er sich heute nur noch schwer bremsen lässt, ist nur logisch!

Heute betreiben wir eine Appeasement-Politik in alle Richtungen, bloß nicht einmischen und wenn andere zu Hunderttausende krepieren, wie in Ruanda und Dafour geschehen.
Nichts ist gut in Deutschland! 
Unterlassene Hilfe gehört sich für Christen nicht, Frau Käßmann!

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Meine Antwort an Jakob Augstein

In der Zeit, als Augstein, auf Initiative von Henryk M. Broder, auf die Liste der Top-Ten der antisemitischen/antiisraelischen Verunglimpfungen landete, war ich im Augstein-Forum vermutlich der einzige User, der offen schrieb, dass ich Broder nicht widersprechen kann. Schwuppdiwupp war ich gekickt. 

Heute sendete (per Rundmail) mir Jakob Augstein folgende Werbung:

Liebe Community-Mitglieder,

endlich - und das meine ich Ernst - können wir Ihnen den Freitag auch als digitale Ausgabe anbieten. Den Wunsch unsere Inhalte auch den Lesern zur Verfügung zu stellen, die gerne papierlos und digital lesen, gab es schon sehr lange. Jedoch ist die Entwicklung einer App für einen kleinen, unabhängigen Verlag immer auch mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden.

Umso größer ist nun die Freude Ihnen der Freitag digital vorzustellen, welches als responsive WebApp für alle Endgeräte (PC/MAC, Smartphone und Tablet) optimiert ist. Übersichtlich, gut strukturiert und für Sie komfortabel zu bedienen.

Bereits am Mittwochabend können Sie alle Artikel der neuen Ausgabe lesen und haben als Digital-Abonnent Zugriff auf alle digital erschienenen Ausgaben. Als kleines Schmankerl stehen Ihnen außerdem die aktuellen Sendungen von Augstein und Blome zur Verfügung.

Nutzen Sie jetzt unser Testpaket und lesen Sie fünf Wochen der Freitag digital zum Preis von vier!

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken der digitalen Ausgabe!

Herzlich, Ihr


Jakob Augstein, Chefredakteur

Aus Jux schrieb ich folgende Antwort:

Werter Herr Augstein!

Da ich kein Israelkritiker sein will und Broder nicht widersprechen kann, wurde meine Community-Mitgliedschaft von Ihnen gekündigt.
Ferner lese ich gerade die Autobiographien von zwei bösen Juden und da ich nicht will, dass ich die beiden bösen Juden mir noch böser  vorkommen, kann ich Ihr generöses Angebot leider nicht annehmen.

Wäre es nicht wichtig, wenn Sie ein paar Ausgaben kostenlos an die friedlichen Muslime, die unlängst "Juden ins Gas" skandierten, zusenden würden, damit deren Israelkritik eventuell einen intellektuellen Touch erhalten?

Herzlichst, Ihr 


Claus Brandstetter,  Nichtisraelkritiker



Montag, 1. Dezember 2014

Der Ölpreis

Was läuft da gerade?
Angeblich sind es die Saudis und die Golfstaaten, die den Ölpreis nach unten drücken. 
Die können sich es leisten, eine Schwächephase durchzustehen.
Venezuela, der Iran oder der Irak nehmen hingegen jetzt schon weniger ein, um ihre staatlichen Sozialleistungen bezahlen zu können. 
In Kanada oder in den USA wird Fracking wirtschaftlich uninteressant, wenn der Ölpreis weiter sinkt. Im Iran, in Venezuela und in Russland ist die Rentabilität auch gefährdet. In Russland kommt die politische Brisanz dazu. 
Aktuell liegt der Ölpreis knapp unter 70 US-Dollar, ein absinken auf 35 Doller wird, von manchen Ölhändler, nicht ausgeschlossen. 
Läuft da gerade ein Politik- und Wirtschaftskrieg? 
Klar ist, dass weder die Golfstaaten, noch die Saudis an einen starken Iran interessiert ist. Das US-Fracking ist für sie ein einziger Horror, brauchen die USA kein Öl aus der Golfregion, werden sie sich mittelfristig aus der Golfregion zurückziehen, die Schutzmacht USA gäbe es dann nicht mehr. 
Benjamin Bidder, Moskauer Spiegelkorrespondent des Spiegel, berichtet, dass die derzeitige Ölpreisentwicklung den Russen bereits über 60 Milliarden Dollar Devisenreserven weniger haben, insgesamt verlor Russland bis dato gute 100 Milliarden Dollar.
Die Sowjetunion verlor den Kalten Krieg wegen seiner desolaten Wirtschaft, schon damals war Öl und Gas das einzige Exportgut der Russen. Wiederholt sich derzeit die Geschichte? In Moskau wird bereits vermutet, dass es eine gezielte "Spezialoperation" der Amerikaner sei, um Russland wieder in die Knie zu zwingen. 


Quellen:
http://www.finanzen100.de/finanznachrich...02685995_75969/
http://www.handelsblatt.com/finanzen/roh...r/11055988.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...-a-1005601.html

Montag, 24. November 2014

Deutschland und die Justiz, eine sehr unglückliche Verbindung

Vor ein paar Tagen wurde in München einer verurteilt, der Mann schrieb auf einer Internetseite: „Der Islam ist wie ein Krebsgeschwür, das die (noch) freien Völker dieses Planeten zersetzt und nach und nach mit dem Gift dieser brandgefährlichen, intoleranten, frauenfeindlichen, gewalttätigen und machthungrigen Ideologie infiziert.“

http://www.blu-news.org/2014/10/08/muenc...lam-verurteilt/

Auf Facebook hatte der Bestsellerautor Akif Pirincci („Deutschland von Sinnen”) am 10. Juli einen vorgelegten Gesetzesentwurf der SPD, Grünen und Piraten kommentiert. Der Entwurf sieht vor, dass „antimuslimische Straftaten” ähnlich wie die antisemitischen und rassistischen Akte unter Hasskriminalität einordnen werden sollen. Pirincci kritisierte daraufhin in der ihm eigenen drastischen Art die „bestialische Gewalt” und „atemberaubende Rückschrittlichkeit” des Islam in einem Facebook-Posting. Dies brachte dem Autor eine Anzeige wegen Volksverhetzung und eine Vernehmung durch den Staatsschutz ein.

http://www.blu-news.org/2014/10/10/akif-...en-islamkritik/

Wenn Mohammedaner Juden ins Gas skandieren oder Scheißdeutschland brüllen, bleibt "unsere" Justiz inaktiv.


In einer Fernsehsendung nannte Jutta Ditfurth den Polit-Aktivisten Jürgen Elsässer einen "glühenden Antisemiten". Dies darf sie nicht. 
Das Münchner Gericht begründete dies folgendermaßen: 
 "Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte".
In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit! 

Islamkritik kann sehr schnell zu einer Verurteilung führen, Antisemitismus wird praktisch nicht verfolgt.

Deutschland im Jahre 2014

Ich schäme mich dafür! 

PS: 
Martina Navrátilová sagte in einem Interview einmal, dass Deutschland mit seiner Justiz ein Problem hat. Man kann ihr bis heute nicht widersprechen. Deutschland und die Justiz sind eine sehr unglückliche Verbindung, um es höflich auszudrücken.


Die gestrige Jauch-Sendung, Thema Putin

Als ich gestern die Jauch-Sendung sah, dachte ich zeitweise, dass ich im falschen Film sitze.

Einzig Rolf Biermann war ein Lichtblick. Gleich zu Beginn, als von einem kalten Krieg gefaselt wurde, nannte er den "kalten" einen heißen Krieg. Wir haben bereits einen heißen Krieg, sagte er mit Nachdruck und bekam keinen Widerspruch.

Warum Alexander Graf Lambsdorff dabei war, wissen die Götter, wenn er während der Sendung ein Kabel gehalten hätte, wäre er zumindest für etwas nützlich gewesen. 

Gabriele Krone-Schmalz traktierte uns Jahrzehnte mit ihren Berichten aus der Sowjetunion und gestern machte sie damit munter weiter. Die Krim sei von Putin gar nicht annektiert worden, sondern die Krim habe sich selber abgespalten. Na Bravo!

Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, war auch so ein Highlight in der Sendung, zuerst meinte er, dass die Sanktionen nichts bringen, warum Russland in der jetzigen Schieflage ist, danach fragte keiner. Wozu auch?
Anschließend relativierte Platzeck seinen Unsinn, den er vor ein paar Tagen verzapfte und predigte tapfer seine Appeasement-Politik.
Unterstützt von Krone-Schmalz hob er Willy Brandts Ostpolitik hervor, die für das friedliche Zusammenleben mit den Russen verantwortlich war.

Den Höhepunkt an Blödheit läutete Krone-Schmalz ein, mit ihrer Erkenntnis, dass die europäische Außenpolitik nicht in die Hände der Osteuropäer fallen dürfe. Irgendwer nannte dann noch den NATO-Doppelbeschluss und Platzeck und Krone-Schmalz waren sich einig, dass ein erneuter Zusammenbruch Russlands ganz aber auch wirklich ganz schrecklich sei. Dies war der Moment, bei dem ich mich fragte, spinne jetzt ich, oder die im Fernsehen.

Zum Ende der Sendung sprach Biermann, zum Entsetzen von Günter Jauch, noch wahre Sätze.
Sinngemäß sagte er, dass Putin, wie Hitler, ein waschechter Diktator ist, der selbst für die simpelste Wirtschaftspolitik zu blöd sei, er (Putin) sei nicht einmal fähig, eine Autobahn zwischen St. Petersburg und Moskau zu bauen. Bingo - dass saß!