Der Traum vom Frieden auf Erden ist ausgeträumt
Diesen Titel wählte Michael Stürmer für seinen Kommentar in der Welt vom 02.05.2015 aus und er tat dies zurecht!
Irgendwie glaubten wir alle, dass man einen Frieden automatisch bekommt. Dafür braucht man nichts zu tun, denn Frieden ist logisch und vernünftig und alle wollen Frieden. Pustekuchen!
Dabei gab es Warnzeichen zuhauf, die wir alle ignorierten, weil wir glaubten das wir nicht betroffen sind. Wenn ich mir heute die Claqueure der bigotten moslemischen Lehrerin, die das Recht erzwang, im Unterricht ein Kopftuch tragen zu dürfen, so ansehe dann kommt bei mir die Frage auf, warum ich von denen während des zweiten Tschetschenienkrieges nichts hörte. Dort marodierten Putins Schergen grausam und bestialisch. Als in Grosny ganze Straßenzüge mit Moslems ausradiert wurden, juckte dies hier keinen sonderlich. So viel zu den lauteren Motiven unserer selbstgerechten Fraktion der MenschenrechtlerInnen.
Da wurde auch nicht kritisiert, dass Putin einen skrupellosen Schwerverbrecher als Statthalter installierte. Gut, das kleine Arschloch von nebenan grinste leicht dreckig, wenn Schröders "lupenreiner Demokrat" zitiert wurde. Das war es dann aber auch.
Als es Anfing, dass in Russland Oppositionelle liquidiert wurden, interessierte das hier niemanden, erst als es die Journalistin Anna Politkowskaja wie ein Karnickel abgeschossen wurde, regte sich ein leiser Protest innerhalb der gesamtdeutschen Bourgeoisie aber nicht viel, genüsslich mampfte der Michel weiterhin seine Bananen.
Erstmals mit Chodorkowski registrierte die breite Masse, dass Russland doch nicht so eine hundertprozentige Demokratie war. Das Thema war allerdings gegessen, als die nächste Sau durchs Dorf gejagt wurde.
Das eine friedliche und gute Nachbarschaft zu Russland doch keinen Automatismus unterliegt, zeigte sich in München 2007, dort hielt Putin eine Rede, in der bereits erkennbar war, dass für Putin das "alte Denken" doch noch nicht so alt ist.
Wollten früher andere Staaten nicht am deutschen Wesen genesen, zeigte sich nun, dass die feuchten Friedensträume der Deutschen nicht nur Freunde haben.
Putins Rede 2007
Als dann der der Trouble mit Pussy Riot losging, bekam hier die Diskussion schon einen sehr unappetitlichen Touch. Man echauffierte sich nicht darüber, dass drei junge Frauen, darunter mindestens eine Mutter eines Kleinkindes, für zwei Jahre in ein Straflager, wegen Pipifax, gehen musste, sondern man stellte die wichtige Frage, welche Strafe die drei wohl in Deutschland bekommen hätten. Dies zum Teil in einer abstrakten Form, dass man meinen konnte, dass hier ebenfalls eine Gefängnisstrafe fällig wird, wenn man in einer Kirche tanzt.
Deutsche postmoderne Politik-Trolle in Vollendung!
Das sich dabei unser größter und wichtigster Nachbar immer weiter von der Demokratie und den Menschenrechten entfernte, wurde geflissentlich übersehen. Damit wollte man sich erst gar nicht groß belasten.
Als Putin die Krim okkupierte, gafften die einen überrascht und andere freuten sich mit Putin. Das gleiche Szenario beim Einmarsch in die Ukraine. Die Polen und Letten sehen dies anders, vielleicht deshalb, weil sie so viel dümmer sind, als wir Deutschen?
Die fordern eine Aufrüstung der NATO und wir eher eine Abrüstung und ja nichts tun, was den Putin ärgern könnte.
Das mit der Appeasement-Politik schenke ich mir mal, sondern verweise nur auf den "Jetzt-Zustand"!
Eine Zusammenarbeit innerhalb der NATO-Gremien findet nicht mehr statt.
Russland und der Westen sanktionieren sich gegenseitig.
Die G8 wurde auf G7 reduziert.
Von einer gemeinsamen Nahost-Politik ist man meilenweit entfernt
In den Lufträumen vor Nordamerika und Europa gibt es immer häufiger Provokationen russischer Militärjets.
Russland droht Dänemark indirekt mit Krieg
Deutschland aktiviert seine eingemotteten Panzer
Finnland schreibt 900.000 Reservisten an und betont, dass dies nichts mit Russland zu tun hat.
Die USA fordern ihre europäischen NATO-Partner massiv auf, ihre Rüstung zu erhöhen.
Über Putins sonstige Eskapaden darf man auch einmal laut nachdenken. Wie kann es eigentlich sein, dass Putin die antieuropäische, faschistoide LePen-Partei unterstützt, beste Kontakte zu AfD hält und keiner kritisiert das? Warum sagt keiner Putin, dass sich ein solches Verhalten nicht mit einer guten Nachbarschaft verträgt?
Quellen:
Der Spiegel
Die WELT
Sonntag, 3. Mai 2015
Der Traum vom Frieden auf Erden ist ausgeträumt
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Montag, 13. April 2015
Günter Grass, der Versuch eines Nachrufs!
Günter Grass habe ich (mit einer kleinen Ausnahme) noch nie gemocht, für mich war er immer ein Oberjakobiner und Wichtigtuer.
Erstmals hörte ich von Grass als ich 11 oder 12 Jahre alt war. Ein Onkel von mir bekam regelrechten Schaum vorm Mund, wenn Grass erwähnt wurde. Auf einer Wahlkampfrede für Willy Brandt schrie Grass das Publikum an "ihr seid der Bildungsnotstand", nachdem vereinzelt Buhrufe aufkamen. Mich amüsierte es immer und meine Sympathien waren damals eindeutig bei Grass. Alleine schon wegen meines Onkels.
Mit 19, ich kam gerade zum Barras, las ich die Blechtrommel und war begeistert aber nicht so stark, dass ich nachhaltig so davon berührt war, wie es bei der verlorenen Ehre der Katharina Blum, von Heinrich Böll, der Fall war. Trotzdem, die Blechtrommel ist feine deutsche Nachkriegsliteratur, da gibt es nicht das Geringste zu meckern.
Als Jahre später Volker Schlöndorff die Blechtrommel verfilmte kam in mir wieder eine Begeisterung für Grass auf und ich kaufte mit den Butt. Den nahm ich mir in den Urlaub mit und war nach kurzer Zeit des lesens bitter enttäuscht, langatmig und alles andere als interessant empfand ich das Buch. Bis zum Schluss habe ich mich regelrecht durchgekämpft und war heilfroh, als ich mit dem Roman fertig war. Damals hatte ich fast ein schlechtes Gewissen gegenüber Dürrenmatt, über den ich kurz vorher noch meckerte, das er ellenlang die Kleidung einer seiner Romanfiguren beschrieb. Was für ein Frevel!
Trotzdem kaufte ich mir dann noch die Rättin, Ein weites Feld. Beide Bücher habe ich nicht zu Ende gelesen, stellte sie aber ganz am Anfang ins Regal, damit jeder Besucher sieht, welch tolle Bücher ich doch lese. Einer Nachbarin fielen diese Grass-Bücher auf und sie schenkte mir dann noch die Erinnerungen "Beim Häuten der Zwiebel". Nach ein paar Seiten wusste ich, warum sie es mir schenkte.
Grass zehrte sein Leben lang von seiner Blechtrommel, ohne die, wäre sein restliches Werk unverkäuflich vermodert. In Deutschland gehört Grass sicher zu den meist überschätzten Schriftstellern und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.
Wenn Grass nicht schrieb, dann erklärte er sich gerne zur moralischen Instanz dieser Republik und spielte dabei zum Teil einen erbärmlichen Part.
Zwischendurch wanderte er nach Indien aus, er wollte mit Deutschland nichts mehr zu tun haben und die DDR, der er eigentlich kritisch gegenüberstand, empfand er als gerechte Buße für die Vergangenheit.
Als er dann seine Mitgliedschaft in der Waffen SS mitteilte, entlarfte er sich vollends als politischer Pharisäer!
Ausgerechnet er, der das Mitläufertum geißelte, wie kein Zweiter, verschwieg seine Mitgliedschaft in der Waffen SS!
Wobei die Mitgliedschaft als solches weniger kritisiert wird, wohl aber das jahrzehntelange Verschweigen.
In den letzten Jahren ist es um ihm etwas ruhiger geworden, wohl zu ruhig.
Wer in Deutschland in den medialen Fokus kommen will, der redet/schreibt entweder über Hitler oder Israel (wobei das Wort Jude tunlichst vermieden wird). Diese beiden Themen garantieren Aufmerksamkeit und Bimbes und so ist Grass, vermutlich in einem nicht mehr ganz dichten Zustand, auf die Idee eines Gedichts gekommen.
Dabei schaffte er, mit letzter Tinte, das Kunststück, dass sowohl die Lyrik, als auch der Inhalt des Gedichtes sich lediglich zum Fremdschämen eignet.
Was wird von Grass bleiben?
Nicht viel, in den Hochschulen steht er sehr selten auf den Stundenplan, der Verlag und die Erben werden wohl versuchen, nochmals den ein oder anderen Euro zu ergattern und gelegentlich wird ein Politiker in einer Rede mit seinem Namen und Nobelpreis angeben und das war es dann auch.
Erstmals hörte ich von Grass als ich 11 oder 12 Jahre alt war. Ein Onkel von mir bekam regelrechten Schaum vorm Mund, wenn Grass erwähnt wurde. Auf einer Wahlkampfrede für Willy Brandt schrie Grass das Publikum an "ihr seid der Bildungsnotstand", nachdem vereinzelt Buhrufe aufkamen. Mich amüsierte es immer und meine Sympathien waren damals eindeutig bei Grass. Alleine schon wegen meines Onkels.
Mit 19, ich kam gerade zum Barras, las ich die Blechtrommel und war begeistert aber nicht so stark, dass ich nachhaltig so davon berührt war, wie es bei der verlorenen Ehre der Katharina Blum, von Heinrich Böll, der Fall war. Trotzdem, die Blechtrommel ist feine deutsche Nachkriegsliteratur, da gibt es nicht das Geringste zu meckern.
Als Jahre später Volker Schlöndorff die Blechtrommel verfilmte kam in mir wieder eine Begeisterung für Grass auf und ich kaufte mit den Butt. Den nahm ich mir in den Urlaub mit und war nach kurzer Zeit des lesens bitter enttäuscht, langatmig und alles andere als interessant empfand ich das Buch. Bis zum Schluss habe ich mich regelrecht durchgekämpft und war heilfroh, als ich mit dem Roman fertig war. Damals hatte ich fast ein schlechtes Gewissen gegenüber Dürrenmatt, über den ich kurz vorher noch meckerte, das er ellenlang die Kleidung einer seiner Romanfiguren beschrieb. Was für ein Frevel!
Trotzdem kaufte ich mir dann noch die Rättin, Ein weites Feld. Beide Bücher habe ich nicht zu Ende gelesen, stellte sie aber ganz am Anfang ins Regal, damit jeder Besucher sieht, welch tolle Bücher ich doch lese. Einer Nachbarin fielen diese Grass-Bücher auf und sie schenkte mir dann noch die Erinnerungen "Beim Häuten der Zwiebel". Nach ein paar Seiten wusste ich, warum sie es mir schenkte.
Grass zehrte sein Leben lang von seiner Blechtrommel, ohne die, wäre sein restliches Werk unverkäuflich vermodert. In Deutschland gehört Grass sicher zu den meist überschätzten Schriftstellern und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.
Wenn Grass nicht schrieb, dann erklärte er sich gerne zur moralischen Instanz dieser Republik und spielte dabei zum Teil einen erbärmlichen Part.
Zwischendurch wanderte er nach Indien aus, er wollte mit Deutschland nichts mehr zu tun haben und die DDR, der er eigentlich kritisch gegenüberstand, empfand er als gerechte Buße für die Vergangenheit.
Als er dann seine Mitgliedschaft in der Waffen SS mitteilte, entlarfte er sich vollends als politischer Pharisäer!
Ausgerechnet er, der das Mitläufertum geißelte, wie kein Zweiter, verschwieg seine Mitgliedschaft in der Waffen SS!
Wobei die Mitgliedschaft als solches weniger kritisiert wird, wohl aber das jahrzehntelange Verschweigen.
In den letzten Jahren ist es um ihm etwas ruhiger geworden, wohl zu ruhig.
Wer in Deutschland in den medialen Fokus kommen will, der redet/schreibt entweder über Hitler oder Israel (wobei das Wort Jude tunlichst vermieden wird). Diese beiden Themen garantieren Aufmerksamkeit und Bimbes und so ist Grass, vermutlich in einem nicht mehr ganz dichten Zustand, auf die Idee eines Gedichts gekommen.
Dabei schaffte er, mit letzter Tinte, das Kunststück, dass sowohl die Lyrik, als auch der Inhalt des Gedichtes sich lediglich zum Fremdschämen eignet.
Was wird von Grass bleiben?
Nicht viel, in den Hochschulen steht er sehr selten auf den Stundenplan, der Verlag und die Erben werden wohl versuchen, nochmals den ein oder anderen Euro zu ergattern und gelegentlich wird ein Politiker in einer Rede mit seinem Namen und Nobelpreis angeben und das war es dann auch.
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Die alltäglichen Misshandlungen philippinischer Arbeitskräfte in den arabischen Ländern
Die philippinische Sklavin Abby Luna hat noch einmal Glück gehabt. Das Video hat wahrscheinlich ihr Leben gerettet.
In den arabischen Ländern ist moderne Sklavenhaltung eher Alltag, statt Ausnahme!
Die Gesetze dieser islamischen Horrorstaaten sind durch die Bank so ausgestattet, dass es den Sklaven nicht möglich ist, sich gegen ihre bestialischen Arbeitgebern zu wehren. Den Sklaven wird der Pass abgenommen, ausreisen dürfen sie erst dann, wenn es der jeweilige Arbeitgeber gestattet.
Auch im Fall von Abby Luna war dies der Fall!
Die Sueddeutsche (13. April 2015) schreibt dazu:
Ihr Chef habe die Vorwürfe gegen seinen Sohn nicht geglaubt. Stattdessen habe er darauf bestanden, dass sie ihren noch zwei Monate laufenden Vertrag erfülle und im Falle einer Schwangerschaft eine Abtreibung vornehme, sagt Luna.
Wenn in ein paar Jahren in Katar die Fußball-WM ist, werden die Wichtigen dieser Welt in Hotels untergebracht werden und in Stadien gehen, die Sklaven erbaut haben. Unter den niederträchtigsten Umständen, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann.
Man wird die dreckigsten Hände der obersten Sklaventreiber schütteln und den schäbigsten Dreckgestalten versichern, wie toll doch die Spiele sind.
Die Menschenrechte sind das Papier nicht mehr wert, auf die sie geschrieben sind, keinen der Sonntagsredner juckt es, dass hier gegen alle Menschenrechtskonventionen verstoßen wird.
Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere, sagte einst Artur Schopenhauer, den ich immer mehr verstehe.
Quelle
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Donnerstag, 2. April 2015
Mehr Leid geht nicht – wie Jürgen Todenhöfer
Wort für Wort einfach nur ein Traum!
Das für mich Jürgen Todenhöfer eher ein verwirrter Geist ist, wissen alle, die mich kennen.
Bei Fischers taz-Persiflage sah ich meine eigenen Worte, teilweise formulierte Fischer sie noch drastischer.
Eigentlich ist es mehr als ein Artikel, es ist ein Werk der Aufklärung!
Gewiss wird Fischer Grenzdebile sowie anerkannte Israelkritiker nicht erreichen, aber andere, viele andere, der Satire-Artikel verbreitet sich im Netz mit atemberaubender Geschwindigkeit.
Auch wenn dies nur eine Persiflage ist, zeigt sie doch, dass der Hodentöter (Cahit Kaya) selbst in der linken Szenerie nervt. Manche seiner Lügengeschichten waren einfach zu plump.
Und es ist eine bitterböse Satire über Jürgen Todenhöfer, der friedensbewegte IS-Publizist, deren Kern die Wahrheit ist.
Fischers Idee, Todenhöfer auf eine fiktive Osloreise wegen des Friedensnobelpreis zu schicken, ist einfach genial.
Todenhöfers Rede würden sicher viele Friedensbewegte im selben Stil abhalten:
„Liebe Freunde, 1984 bin ich nach Swasiland gereist, 1985 nach Oman, 1986 nach Aerobien. Ich habe mit den Machthabern gesprochen, obwohl das von der damaligen und derzeitigen Bundesregierung und den sogenannten United States of America nicht erwünscht war. Heute spricht keiner mehr von diesen Krisenherden. Als ich gestern erfahren habe, dass ich Friedensweltmeister werden sollte, flog ich erst einmal nach Nairobi, sprach mit den Kindern dort, um sie um Rat zu fragen. Wir haben viel zusammen geweint, doch dann beschlossen die Kinder, dass ich den Preis schweren Herzens annehmen sollte. Auch, um damit Obama zu kritisieren.“
Da müssen doch die Herzen aller linksliberalen Gutmenschen aufgehen. Hach - was für ein guter Mensch ich doch bin.
Mit Schaudern dachte er an seine Erzrivalen, Konstantin Wecker und Margot Käßmann.
(...)In Sachen Trauer machte ihm keiner was vor, schon gar nicht so eine evangelische Schnapsdrossel.
Hier hätte ich den Jürgen recht gegeben, es geht tatsächlich noch tiefer.
Fischer spricht jedoch auch Wahrheiten an.
Nein, selbstverständlich würde er das Geld sofort an einen gemeinnützigen Verein spenden. Zum Beispiel an eine Stiftung. Da gab’s zum Beispiel die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung, die Stiftung Sternenstaub, die Petra-Todenhöfer-Stiftung, die Totti-Todenhöfer-Stiftung oder die Hubert-Burda-Todesstiftung. Alle voll gemeinnützig! Mit deren Geld wurden bekannte Menschensrechtsaktivisten durch die Gegend geflogen. Also genauer gesagt er, Jürgen Todenhöfer.
Das ist der Wahrheitskern.
Den gesamten Artikel findet man hier
Mittwoch, 18. März 2015
Nein, diese Israelis!
Nein, diese Israelis!
Die Israelis haben ein neues Parlament gewählt. Und sie haben es doch tatsächlich gewagt, sich an der Urne nicht so zu verhalten, wie die deutschen Medien es gerne gehabt hätten. »Bloß nicht wieder Netanjahu«, hatte ihnen beispielsweise Spiegel Online vor der Wahl zugerufen, was weniger ein Wunsch als vielmehr eine Belehrung war. Und was tun die frechen Israelis? Widersetzen sich einfach! Trotzen allen Prognosen! Verweigern den Gehorsam! Dabei ist es mit dem jüdischen Staat doch so: Er darf schon irgendwie existieren, da ist man wirklich großzügig und tolerant. Aber er soll sich nicht wehren, wenn er angegriffen wird. Er soll denjenigen, die ihn am liebsten von der Landkarte tilgen würden, so schnell wie möglich einen eigenen Staat geben. Und seine Bürger sollen auf dem Wahlzettel gefälligst keine Parteien ankreuzen, die – eine Nummer kleiner hat man es einfach nicht – der »Todesstoß für den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern« wären, wie die taz es exemplarisch formuliert hat.
Halten sich die israelischen Wähler nicht an diese ungebetenen Ratschläge, ist der deutsche Blätterwald stinksauer. Wenn Benjamin Netanjahu – der aller Voraussicht nach Premierminister des Landes bleiben wird – halte, was er verspreche, mache das »einen palästinensischen Staat unmöglich«, zürnt etwa Zeit Online. Und schickt gleich eine als Forderung getarnte Warnung hinterher: »Das darf die internationale Staatengemeinschaft Netanjahu nicht mehr durchgehen lassen.« Denn die »völkerrechtswidrige Besatzung der Palästinensergebiete« müsse »ein Ende haben«, und das gehe »nur mit Druck von außen«. Netanjahu habe »allein auf Angst gesetzt – auf die Angst vor der iranischen Bombe, vor den Islamisten und vor einem künftigen Palästinenserstaat«, findet die Süddeutsche Zeitung. Sein Wahlerfolg sei deshalb ein »Sieg der Panik«, glaubt man bei Spiegel Online.
Vielleicht hatten die Israelis aber einfach ziemlich gute Gründe, nicht auf die in deutschen Redaktionsstuben verfassten Empfehlungen zu hören. Der vollständige Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 hat ihnen weder Sicherheit noch Frieden, sondern vielmehr einen permanenten Raketenhagel seitens der Hamas sowie diverse Kriege eingebracht. Die palästinensische Führung hat sämtliche Friedenspläne abgelehnt, darunter die äußerst weitgehenden von Ehud Barak (2000/2001) und Ehud Olmert (2008). Inzwischen betreibt Mahmud Abbas, der längst über keinerlei demokratische Legitimation mehr verfügt, die Anerkennung eines Staates Palästina an Israel vorbei in der Uno und internationalen Gremien – ein klarer Bruch der Osloer Abkommen. Die antisemitische Hisbollah im Libanon, der grauenvolle Bürgerkrieg in Syrien, der Vormarsch des IS und die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm tun ein Übriges, um die »Angst«, über die man in Deutschland den Kopf schüttelt, jedenfalls nicht abwegig erscheinen zu lassen.
Mag schon sein, dass Netanjahus voraussichtliche Wiederwahl die internationale Isolation Israels – die man in deutschen Medien weniger befürchtet als vielmehr für eine gerechte Strafe hält – verstärkt. Nur ist das mitnichten automatisch ein richtiges Argument gegen die israelische Außenpolitik – sondern ein Zeichen dafür, dass der jüdische Staat in einer existenziellen Situation allein gelassen wird. Worüber sollte er auch mit denjenigen verhandeln, die ihm den Garaus machen wollen? Über die Modalitäten des eigenen Untergangs? Und weshalb sollte er ausgerechnet auf die Warnungen aus Europa hören, wo man – wie sich in Toulouse, Brüssel, Paris, Kopenhagen und andernorts zuletzt wieder einmal gezeigt hat – nicht einmal die eigene jüdische Bevölkerung zu schützen imstande ist?
Abschließend noch ein Wort an die »Apartheid«-Schreihälse unter den »Israelkritikern«: Nirgendwo im Nahen Osten haben Araber mehr demokratische Rechte als in Israel. Das arabische Listenbündnis ist nun sogar die drittstärkste Kraft in der Knesset, dem israelischen Parlament. Wäre in irgendeinem arabischen – oder in einem zukünftigen palästinensischen – Staat eine jüdische Partei auch nur denkbar? Ganz gewiss nicht.
Zuerst veröffentlicht auf Fisch + Fleisch.
Donnerstag, 15. Januar 2015
365'444 Likes dafür, weil er Juden vergasen will
Da schreibt in Facebook einer, dass man die Juden vergasen soll, bekommt dafür sage und schreibe 365'444 Likes und nix passiert! Was passiert eigentlich derzeit in Deutschland? Wie ist das möglich? Wurde von den Demonstranten schon einer angeklagt, der "Juden ins Gas" skandierte?
Donnerstag, 25. Dezember 2014
Unsere evangelikalen Heuchler!
EKD-Chef: Heinrich Bedford-Strohm
"Wir müssen auch die IS-Kämpfer lieben"
Die evangelische Kirche war, ist und bleibt eine Mainstream-Kirche.
Im "Tausendjährigen Reich" bejubelten sie frenetisch den "lieben Adi", für Honecker denunzierten sie leidenschaftlich, bei den ihnen anvertrauten Kindern kannten sie keine Gnade und jetzt darf man vermuten, dass es innerhalb der evangelischen Kirche einen Wettbewerb gibt, den der- oder diejenige gewinnt, die/der am blödesten daherredet.
Zuerst das unerträgliche Gewäsch von der Säuferin Käßmann und jetzt kommt seine Oberscheinheiligkeit, der neue EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm dazu.
Gegenüber der Rheinischen Post erklärte er:
Bedford-Strohm:
Jeder Mensch hat eine Würde. Jeder Mensch ist von Gott geschaffen nach seinem Bild. Deswegen gilt das Gebot der Feindesliebe tatsächlich kategorisch. Wenn ein IS-Kämpfer von einer Granate zerfetzt wird, dann ist das Anlass zur Trauer, weil ein Mensch gestorben ist.
Weiter sagt er:
Bedford-Strohm:
Ich kann als Christ keinen Menschen abschreiben. Die Konsequenz heißt: Natürlich ist es richtig, Menschen vor diesem Gewaltexzess zu schützen. Aber es muss immer das gewaltärmste Mittel gewählt werden. Am besten, indem wir verhindern, dass junge Leute überhaupt erst auf solche irrsinnigen Ideen kommen. Das heißt aber auch, dass wir die Tür für die Rückkehrer öffnen müssen, die erkannt haben, was sie falsch gemacht haben. Die müssen wir mit offenen Armen empfangen.
Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, wir sollen den IS-Abschaum mit offenen Armen empfangen.
Würde Mengele oder Barbie noch Leben, müssten wir diese ebenfalls mit offenen Armen empfangen.
Über die Opfer des IS hat Bedford-Strohm selbstverständlich kein Wort verloren. Auch dies ist exakt der heutige Mainstream, die Moslems werden zu Opfern stilisiert und über die tatsächlichen Opfer wird kein einziges Wort verloren.
Selbstverständlich kann Bedford-Strohm den IS-Abschaum mit offenen Armen empfangen, allerdings nicht in meinen Namen!
Quelle:
Rheinische Post
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